News Internat
   
   

Zusammen unterwegs / Gruppe Schmetterling (Therapeutische Wohnschulgruppe

 




Caminante, son tus huellas el camino, y nada más; caminante, no hay camino, se hace camino al andar.


Al andar se hace camino, y al volver la vista atrás se ve la senda que nuncase ha de pisar.


Caminante, no hay camino, sino estelas en la mar
.


Antonio Machado, S. XXIX

Ăśbersetzung in deutscher Sprache:

Wanderer, der Weg
sind die Spuren deiner FĂĽsse
und sonst nichts.
Wanderer, einen Weg gibt es nicht
dein Weg entsteht beim Gehen.


Beim Gehen entsteht dein Weg
und du wendest den Blick zurĂĽck,
so siehst du den Pfad
der kaum jemals wieder betreten wird.

Wanderer, einen Weg gibt es nicht, nur eine Spur auf dem Meer.

Die fünf Kinder der Therapeutische Wohnschulgruppe (TWSG) gehen mit ihren Eltern, der Lehrerin und den Mitarbeitern/innen gemeinsam einen Weg. Dieser Weg ist für jedes Kind individuell. Er unterscheidet sich in der Länge und der Zeit. Die Kinder begegnen verschiedenen Hindernissen und gemeinsam mit den Beteiligten wird die bestmögliche Lösung gefunden.

Während unserer Projekttage, vor dem Schulanfang, hatten wir als Thema «Zusammen unterwegs». Kinder und Erwachsene wanderten am ersten Tag durch die schönen Wiesen und Täler in Kollbrunn. Als Teil unserer Wanderung mussten wir uns gemeinsam Gedanken dazu machen, mit welchem Tier oder Charakter wir uns identifizieren. Auf unserer Gruppe haben wir einen Darth Vader, einen Ramsay Gordon, einen Youtuber, ein Faultier und Sonic, spannend, oder? Uns Sozialpädagoginnen ist es wichtig zu wissen, welche «Superkraft» unsere Kinder besitzen, damit können wir sie gewinnen und weiter stärken.

Auf dem Weg fanden wir «komische Objekte», z.B. Gummibärchen. Die Kinder und die Erwachsenen setzten ihre Sinne ein, um die «komischen Objekte» wahrzunehmen. Uns war dabei wichtig, mit den Kindern die Achtsamkeit zu trainieren und dass sie sich mit der Umwelt befassen lernten. Dies soll sie ihm Alltag bei der Emotionsregulierung unterstützen und sollte ihnen helfen, sich positiv zu fokussieren.

Unsere Kinder sind stark und geübt im Wandern, aber langsam bekamen sie Hunger. Vor dem Mittagessen gestalteten sie ein Plakat, auf welchem sie ihren sicheren Ort, ihr Lieblingsessen und die Lieblingsbeschäftigung etc. festhielten. Wenn wir die Präferenzen unserer Kinder kennen, können wir unsere Beziehung zu ihnen stärken und besser auf ihre Bedürfnisse eingehen.

An der «Tüfels Chilä» entspannten sich Kinder und Erwachsenen gemeinsam. Eine kalte Dusche unter dem Wasserfall und warmes Essen vom Grill gab uns Energien für den weiteren Weg.

Nach der Wanderung nannte jeder drei Sachen, für die sie dankbar waren. Oft vergessen wir im Alltag, dass wir gemeinsam spannende und schöne Momente erleben. Diese positiven Erlebnisse geben uns Kraft, um gemeinsam auf dem Weg weiterzugehen.

Mit mĂĽden Beinen aber mit vollen Batterien, erwarteten die Kinder mit Aufregung den zweiten Tag unserer Projekttage.

Herr Neukomm bereitete fĂĽr unsere Kinder und ihre Bezugspersonen der Gruppe TWSG die Anleitungen fĂĽr den Bau eines Go-Karts vor. Das ging nur in der Zusammenarbeit mit dem Kind und seiner Bezugsperson. Auf ihrem Weg werden die Kinder von verschiedenen Erwachsenen begleitet. Dies ist ein gegenseitiger Lernprozess, welcher gemeinsam zu guten Ergebnissen fĂĽhren kann.

Nach einem köstlichen Apéro stellten die Kinder ihren Eltern die gebauten Go-Karts und die Ergebnisse der Aufgaben, welche sie auf dem Weg erarbeitet hatten, vor. Die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Kind und Erwachsenen führte zu einem sehenswerten Resultat. Einige mutige Eltern trauten sich zur Freude ihrer Kinder, auf den Go-Kart zu steigen und die Strasse runterzufahren.

Wir konnten mit den Kindern und ihren Eltern einen grossartigen Einstieg ins neue Schuljahr feiern und wir freuen uns, sie auf ihrem individuellen Weg weiter begleiten zu dĂĽrfen und mit ihnen gemeinsam unterwegs zu sein.

José Francisco Sánchez García

Sozialpädagoge WG TWSG

***

 

Sommerlagerbericht der Wohngruppe Specht

Mit Zug und Postauto erreichten wir das sehr geräumige Haus des Skiclubs Erlach, oberhalb des Bieler- respektive Neuenburger Sees. Auf dem grossen Umschwung des Haues konnten wir den Tag mit Schaukeln, Rutschbahn, Tischtennis und anderen Spielen ausklingen lassen. Ebenfalls stand uns ein Grillplatz zur Verfügung, auf welchem wir unsere Brote backten, aber auch Chili con Carne zubereiteten und diverse, leckere Gemüse- und Fleischwaren grillierten. Nach dem Abendessen verbrachte die Gruppe oft noch viel Zeit um das Feuer und hatte so die Gelegenheit, sich immer besser kennen zu lernen. Dies war umso schöner, weil die Jugendlichen auf die Mitnahme ihrer Handys verzichteten und auch die Erwachsenen ihre Handys nur für die Planung der Tagesausflüge benutzten.

Neben dem Besuch des Tierparks in Biel stand auch eine Wanderung von der Chasseral zurĂĽck zum Haus auf dem Programm. Zum klaren Highlight wurde die Schifffahrt auf den beiden Seen gekĂĽrt.

Die Gruppe durfte sich in diesen 5 Tagen sehr gut kennen lernen. Dass das Ski-Haus etwas fernab der öffentlichen Verkehrsmittel lag, erwies sich als Glücksfall, konnten sich doch so alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer immer wieder länger und intensiver austauschen.

Abschliessend sei nochmals die handylose Zeit während des gesamten Lagers erwähnt; Keiner der Jugendlichen hat sich nicht einmal, ob diesem Umstand beklagt, respektive sein Handy vermisst. Ein wahrlich schöner Aspekt, welcher für das Wohlbefinden im Lager sprach.

Christoph von Arx
Praktikant Wohngruppe Specht

***

Sommerlager in Valbella

Wir hatten das Vergnügen, mit dem Zug nach Graubünden zu fahren und 5 Tage in einem malerischen und geräumigen Chalet in den Hügeln oberhalb von Valbella zu verbringen.
Wir haben uns entschieden, unsere Woche so zu planen, dass wir nicht zu viel planen müssen. Die Idee war, uns Zeit und Raum für Unerwartetes schaffen zu können.

Wir haben auch beschlossen, während unseres Aufenthaltes auf medienfreie Zeit zu bestehen. Die Kiebitz Kinder und Jugendliche mussten somit auf ihre Handys und andere Videospiele verzichten. Die Sozialarbeitenden solidarisierten sich dabei mit den Kindern und hielten sich zum grössten Teil ebenfalls an diese Vereinbarung. Zu unserer grossen Überraschung beschwerten sie sich kaum. Vielleicht lag es daran, dass wir jetzt alle mehr Zeit füreinander hatten!? Wir stellten jedenfalls fest, dass grossartige Situationen entstanden und vor allem viel miteinander gemacht wurde.



Unser Tagesablauf war geprägt von Essenszubereitung, täglichen Spaziergängen (2 - 4 Stunden), Malen, Fussball, Volleyball, Schwimmen, Angeln, einer Rodelpartie und einer Disco zum Abschluss der Woche. Zusätzlich haben wir gemeinsam mit den Kindern mittels Kreativprojekt versucht, die Gruppenstandards- und Werte zu festigen und weiterzuentwickeln. Täglich haben wir an unserem Projekt gearbeitet und haben das Werk mit auf die Gruppe genommen. Wer Lust hat, die Früchte dieses Prozesses zu betrachten, ist herzlich zu einem Besuch auf der Wohngruppe Kiebitz eingeladen.

Wir hatten alle eine fantastische Woche in der wir viele positive Erfahrungen gesammelt haben. Die gute Atmosphäre innerhalb der Gruppe konnten wir aus dem Lager in die Gruppe mitnehmen.


Joseph Mayhall/Sozialpädagoge
WG-Kiebitz

 

 



Stiftung Buechweid, 8332 Russikon, Copyright © 2018. Impressum | Disclaimer.