Pädagogischen Ansätze
   
   

Traumapädagogik

Um Kinder mit psychischen Traumata begleiten zu k√∂nnen, wenden wir die Erkenntnisse der Traumap√§dagogik an. Diese hilft uns dabei, die Verhaltensweisen der Kinder zu verstehen und sie bei der Bew√§ltigung der posttraumatischen Belastungsst√∂rung unterst√ľtzen zu k√∂nnen.
Die Stiftung Buechweid m√∂chte f√ľr die Kinder einen ‚Äěsicheren Ort‚Äú darstellen, wo klare Strukturen, Rituale und Transparenz f√ľr Sicherheit sorgen, wo sie F√ľrsorge und Wertsch√§tzung erhalten, wo sie partizipieren und etwas bewirken k√∂nnen und wo Humor viel Platz hat. Dies gibt den Kindern die Rahmenbedingung, die sie ben√∂tigen, um alte Muster zu √ľberwinden, neue Verhaltensweisen zu √ľben, ihre Resilienz zu st√§rken und psychisch gest√§rkt den Fokus auf ihre Ressourcen zu legen.
Hauptaspekte der Umsetzung im Alltag:

  • Die Gestaltung sicherer Orte f√ľr die Kinder, Jugendlichen und Fachpersonen
  • Die Entwicklung und dem Erleben von tragf√§higen Beziehungen
  • Um die Unterst√ľtzung der Selbstbem√§chtigung
  • Um die Vermittlung von Halt gebenden Strukturen und Standards der Institution

 

Marte Meo / Aus eigener Kraft

Marte Meo ist eine Beratungs- und Trainingsmethode zur Unterst√ľtzung von Entwicklungs- und Lernprozessen mit Hilfe von Videoaufnahmen. Ziel ist

  • dass sowohl die Ressourcen der Kinder und Jugendlichen wie auch die Ressourcen der Mitarbeitenden mit der videounterst√ľtzten Methode differenziert wahrgenommen und in allt√§glichen Interaktionen genutzt werden.
  • dass Entwicklungsprozesse gezielt erkannt, aktiviert und im Alltag integriert werden.
    Nur in der Begegnung mit anderen Menschen ist ein Wachsen und Lernen, ist Entwicklung m√∂glich. Von klein auf bis ins hohe Alter sind wir auf die Resonanz anderer Menschen angewiesen. In der allt√§glichen Interaktion zeigen sich konkrete M√∂glichkeiten, wie die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen unterst√ľtzt werden kann.Die Methode ist strikt ressourcenorientiert ‚Äď sie wirkt durch die sorgf√§ltige Auswahl und Kraft der Bilder und eine klare, einfache Sprache. Ein f√∂rderliches Klima wird geschaffen. Das Lernen wird mit guten Emotionen verkn√ľpft, was aus neurobiologischer Sicht zentral ist, um aus der Negativspirale heraus zu finden.

 

Neue Autorität / Autorität durch Beziehung

Das Ziel des Ansatzes ist es, Autorität gewinnen und destruktives Verhalten bei Klienten zu verhindern, die keine Autorität der Erwachsenen respektieren.

Leitideen

  • St√§rkung der Betreuungs-/Lehrperson im Vordergrund
  • Autorit√§t durch Beziehung: Verantwortung als Erwachsener wahrnehmen, ohne das Kind zu dem√ľtigen.
    Grundhaltungen
  • Hartn√§ckigkeit, Standhaftigkeit, Beharrlichkeit
  • Gewaltloser Widerstand richtet sich gegen Verhaltensweise, nicht gegen die Person
  • Die Bereitschaft, alles zu tun, um destruktiven Handlungen des Kindes vorzubeugen

Werkzeuge

  • Aus dem Teufelskreis aussteigen:
  • Handeln auf Deeskalation ausrichten
  • Pr√§senz: Physische Anwesenheit (wachsame Sorge)
  • Erkl√§rter Widerstand gegen destruktive Handlungen
  • Geheimhaltung √ľberwinden, Gewalt und st√∂rendes Verhalten benennenB√ľndnisse herstellen, Vernetzung
  • Gesten der Vers√∂hnung gegen√ľber dem Kind

Hauptaugenmerk: Wie kann man die wachsame Sorge des ganzen Systems organisieren und f√ľr das Kind erlebbar machen. (Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen)

 

Der lösungsorientierte Ansatz

Das Ziel des Ansatzes ist es,¬† Klienten zu bef√§higen, eigene L√∂sungen f√ľr Probleme zu finden, Ressourcen und Zuversicht zu wecken, Kooperation zu erreichen.

  • L√∂sungen suchen statt Probleme analysieren!
  • Erschliessen alternativer Verhaltensm√∂glichkeiten
  • Ressourcen wecken, Suche nach den Ausnahmen
  • Strategie des ersten Schritts
  • Der Klient ist der Experte (Kundenorientierung)
  • Das Verst√§ndnis von Problemen als etwas Normales
  • Reframing (Probleme in Ressourcen umdeuten)
  • Wertsch√§tzung, Komplimente f√ľr kleine Schritte, Ermutigung
 



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